Die Klasse der Fachschule für Technik Elektrotechnik hat sich, verstärkt durch drei Schüler der Fachschule für Maschinentechnik, auf eine spannende Studienreise nach Genf begeben. 
 
Die dreitägige Tour startete mit einem Besuch im Swiss Plasma Center der EPFL in Lausanne, einem der weltweit führenden Forschungszentren für Fusionsenergie. 
Hier konnten aktuelle Forschungsprojekte in Augenschein genommen werden, die sich mit der Erzeugung von Energie nach dem Vorbild der Sonne beschäftigen – ein bedeutender Beitrag für die Energiezukunft.
 
Der Höhepunkt der Fahrt war zweifellos der zweitägige Besuch des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire). Es ist die (!) Europäische Organisation für Kernforschung in Genf und das größte Zentrum für physikalische Grundlagenforschung der Welt. .Dank spezieller Besucherausweise erhielten wir Einblicke in ansonsten nicht zugängliche Bereiche. Im Data Center wurde eindrucksvoll erklärt, wie riesige Datenmengen der Teilchenphysik gespeichert und verarbeitet werden. 
Faszinierend war erste Synchrotron: In diesem Ringbeschleuniger mi, ausgestattet mit zwei Quanten, wurrden Protonen bereits in den 60er Jahren auf bis zu 80% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um grundlegende Eigenschaften der Materie zu erforschen. 
 
Nebenei konnte noch ein Blick in das Büro von Tim Berners Lee geworfen werden, der dort am CERN das World Wide Web 1989 auf den Weg brachte. 
 
Ein einmaliges Erlebnis war der Besuch der Antimatter Factory. Dort erhielten wir spannende Einblicke in die Erzeugung und das „Einfangen“ von Antimaterie, zum Beispiel von Antiprotonen. Diese werden stark abgebremst, um zu Experimenten wie der Herstellung von Antiwasserstoff eingesetzt zu werden – ein wesentlicher Schritt, um zu verstehen, warum im Universum die Materie überwiegt.
 
Nach acht Stunden Busfahrt, die durch deutlich von weniger Pausen als die Hinfahrt geprägt war, kam die Klasse geschafft aber voller neuer Eindrücke in Neckarsulm an – ferienreif!
 
Foto Cern
Foto CERN