Abteilungsleitung


Manuel Geier
(Allgemeinbildung)


Matthias Walter
(Elektrotechnik)


Klaus Heinzmann
(Kraftfahrzeugtechnik)


Beate Kreuer
(Metalltechnik I)


Ulrike von Hochmeister
(Metalltechnik II)

Am 31.01.2014 fand der Nachmittags-Unterricht nicht wie gewohnt im Klassenzimmer, sondern zum Tag der offenen Tür bei der Firma Hetschel, die im Kartsport-Sektor seit über 40 Jahren tätig sind statt.

Per Bus und Bahn ging es also los in Richtung Meimsheim, einem kleinen Ortsteil der Theodor-Heuss-Stadt Brackenheim, mit seinen 2500 Einwohnern.
Dort erstreckt sich auf einer Nutzfläche von ca. 5000 Quadratmetern eine riesige Fertigungshalle, die man dem relativ unscheinbaren Ort zunächst nicht ansehen mag. Jedoch lassen sich hier nicht selten Mittelständler von regionaler bis globaler Bedeutung nieder.
So auch die Firma Hetschel, deren Firmengründer Wilhelm und Lothar 1969 in Stuttgart im vielbesagten Keller bzw. der häuslichen Garage (hier 9 m² groß) anfingen, Karts für den Innenbereich zu bauen. Über einige Umwege und Unzulänglichkeiten kam man dann zu dem heute ca. 5000m² großen Gelände in der Daimlerstraße, auf dem im Geschäftsbereich RacingTec Indoorkarts gefertigt werden. In diesem Bereich stellt die Fa. Hetschel eine Ausnahme auf dem deutschen Markt dar, da sie als alleiniger Produzent mit ausländischen Großserienherstellern konkurriert.

Direkt nach unserer Ankunft durften wir diese Fertigungshalle zunächst einmal im Alleingang besichtigen. Hierbei sind vor allem einige Ausstellungsstücke, in verschiedensten Variationen zu nennen, welche man aus nächster Nähe betrachten und sich dadurch beispielsweise  mit dem Lenkgetriebe besser anfreunden konnte.
Zu der großen Freude unserer Klasse, war ein Kartsimulationsgerät der Firma „Memotec“, anlässlich des Ausstellungstages bei Mach1karts, aufgebaut. So konnte man sich sogleich auf der Rennpiste versuchen und annähernd die Situation im Cockpit erleben.
Desweiteren bietet die Firma Hetschel auch ein breites Spektrum an diverser Ausrüstung und allen möglichen Ersatzteilen für Karts an.

Doch nun zur eigentlichen Produktion: Karts der Fa. Hetschel, welche unter dem Markennamen „Mach1Karts“ einem breiteren Publikum und natürlich den Akteuren aus den Amateur- und Profirennserien bekannt sind, werden alle in den hauseigenen Werkshallen in Handarbeit mit großteils eigens dafür hergestellten Teilen produziert. Gerade beim Lesen dieser Zeilen sollte man sich aber nicht dem Vorurteil hingeben, zu glauben, es werde hier wie nach alter Väter Sitte manuell gefeilt, zerspant oder gar Werkstücke gegossen, denn der irrt gewaltig. Allein eine Halle  steht nur allein der Fertigung vom Rohmaterial, bis zum Fertigteil mithilfe modernster CNC-Bearbeitungszentren zur Verfügung. Die programmierbaren Zerspanungsautomaten produzieren innerhalb einer geringen Zeitspanne aus dem angelieferten Rohmaterial ein Endprodukt von hoher Güte und Präzision. Lediglich auf die Erfahrung und das Können eines Schweißers wird nicht verzichtet, da die Schweißnähte aus diesem Prozess von unübertroffener Qualität sind, auf die im Hause Hetschel niemand verzichten möchte. Auch die erforderlichen Rahmen für die Karts werden auf eigens dafür erstellten Lehren fixiert und anschließend verschweißt. Nur die Rohmaterialien und Motoren für das Enderzeugnis werden durch Zulieferer in die Fertigung eingebracht, da es für einen Mittelständler dieser Größe nicht möglich ist, diese enorme Kapitalbindung (Kapital in jeglichem Bezug; z.B. Standort) zu tätigen, ganz zu Schweigen von den produktionstechnischen und monetären Risiken, die sich gerade in der Planung und Entwicklung eines neuen Rennmotors verbergen.
Denn um bei Rennsportereignissen antreten zu dürfen, ist eine sogenannte Homologation der Ausrüstung der Sportler erforderlich, da bestimmte Statuten, welche von den zuständigen Verbänden regelmäßig geändert werden, strikt vorgeben sind, deren Einhaltung zur Teilnahme an diesen Events erforderlich ist und deren Nichtbeachtung zu Sanktionen und Disqualifikationen führen kann. Deshalb legt man bei der Fa. Hetschel großen Wert auf Eigenentwicklung und selbstständige Produktion, um alle benötigten Teile optimal aufeinander abstimmen zu können. Deshalb ist es auch möglich, auf Kundenwünsche und Sonderanfertigungen individuell eingehen und den Kunden direkt vor Ort beraten zu können. Es gehört hier zur Firmenphilosophie, auf den Kunden zuzugehen und ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit ein Vertrauensverhältnis entstehen kann. Durch die Tatsache, dass das Geschäftsfeld RacingTec eine Sparte neben Tool,-Production- und EngineeringTec darstellt, kann auch ein Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den einzelnen Bereichen stattfinden, der zum Nutzen der Kunden beiträgt. Kenntnissen aus Planung, Entwicklung von Zwischenerzeugnissen oder der Werkzeugfertigung ist es zu verdanken, das die Fa. Hetschel breit gefächert agieren, sowie auch Aufträge von renommierten Herstellern aus der Automobilbaubranche entgegennehmen kann.

Im Namen unserer Klasse möchten wir uns bei der Firma Hetschel, insbesondere für die interessante Führung und die Näherbringung des Kartsports, sowie bei unseren Lehrern Herrn Geier und Herrn Geiger für die Organisation und die Möglichkeit den Unterricht mal ganz anders erleben zu dürfen, recht herzlich bedanken.

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Allerorten wird der Mangel an Ingenieuren beklagt, besorgte Äußerungen über Facharbeitermangel und die Sicherung des Industriestandortes Deutschland bestimmen unser Leben.

Das Technische Gymnasium in Neckarsulm nimmt dies zum Anlass mit einer Werbetour Schülern der Realschulen technische Inhalte schmackhaft zu machen. Die Jahrgangsstufe 1 geht in Realschulen und macht mit den dortigen Schülern elektro- und umwelttechnische Versuche. Von Schüler zu Schüler werden Hemmungen abgebaut, Interesse für technische Probleme geweckt und Vorbehalte und Ängste überwunden.

Die erste Schule, in der dieses Pilotprojekt getestet wird, ist die Horneckschule in Gundelsheim. Am 14.2.14 von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr erläuterten 12 Schüler des umwelttechnischen Zuges der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm den Realschülern mit Versuchen, wie der Stand der heutigen Haustechnik ist, mit welchen Methoden die Wasserqualität bestimmt werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für die Zukunft ableiten lassen.

Begeistert waren nicht nur die Schüler aus der 10. Klasse der Horneckschule, die den Schwerpunkt Technik gewählt haben, sondern auch die Schüler und Schülerinnen der Berufsschule, die in die Rolle der Lehrer schlüpfen durften. „Das macht Spaß. Aber es ist gar nicht so einfach, jemandem etwas beizubringen“, mussten sie feststellen. „Schade, dass die meisten schon wissen, was sie im nächsten Jahr machen“, waren die durchaus kritischen ersten Stellungnahmen unserer Schüler. Insgesamt positiv beurteilten die beiden Hauptakteure Studiendirektor Matthias Walter und Studienrätin Barbara Herzberg die Aktion und plädierten für eine Fortsetzung der Informationstour.

 

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