Wasser kann ja so nass sein!
 
Die beiden 1BFE-Klassen der Christian-Schmidt-Schule verbrachten ihren erlebnispädagogischen Tag auf bzw. im Wasser des Kochers.

Am Dienstag  früh, dem 9.Oktober, gegen 8:20Uhr warten ca. 30 waghalsige tapfere  junge Krieger auf ihren Transfer ins Bootcamp. Ein extra angeforderter  großer Ziehharmonikabus beförderte den Trupp von Neckarsulm über  zahlreiche Dörfer  bis nach Gochsen, der Zentrale von 100% Kanu+Bike.

"Noch  einmal auf die Toilette?" bot die freundliche junge Dame an, und wurde  auch rege angenommen. (Platz für Frischwasser machen).
 Dann noch  die Dreiergruppen für die Kanadier bilden und die passende Schwimmweste  anziehen, Paddel besorgen, eine kurze knappe Einweisung und es geht los.

Die ersten  Probleme gab es bereits schon auf dem gut 1km langen Fußweg von  der  Garage bis zum Einsetzen ins Wasser. Der Transport über Hauptstraße und  Industriegebiet war recht simpel, jedoch die Befestigung auf den  Bootswagen stellte sich als recht schlüpfrig dar.

Die 30 wilden Recken bestiegen ihr Wassergefährt mit einer Anmut  sondergleichen. Blitzschnell und dennoch zielgerichtet gegen das Wasser,  waren die Kanus kampfbereit im Wasser. Der Kampf „Mensch gegen die  Elemente“ hatte begonnen. Während einige, getarnt mit Unscheinbarkeit  gingen, gingen andere angespannt und verkrampft auf die Reise.  Beobachter des Spektakels am Einstieg mussten sich vor Begeisterung  krümmen und kamen voll auf ihre Kosten.

Den einen liegt es im Blut, die Koordination mit Kanu, Mitpaddler und  Wasser. Sie gleiten übers Wasser wie Nebel im Morgengrauen. Die anderen  zeigen ihr Unvermögen mit einem verkniffenen Lächeln bei einer  Wassertemperatur von ca. 16°C. Das Zusammenspiel von Masse, Trägheit und  flexiblem Untergrund steigerte das Gemeinschaftsgefühl ungemein.

Neben der  malerischen Kulisse am Kocher, der Tierwelt im und am Wasser bietet der  Kocher zahlreiche raffinierte Biegungen, Nischen und Wehre, welche es zu  umfahren gilt. Manche Wehre sollte man allerdings umtragen, damit man  nicht nass wird. Tut man dies nicht, so muss man damit rechnen,  Bekanntschaft mit dem zweiten Element zu machen. Richtige Profis, welche  schon öfters mit dem Kanu unterwegs waren, sind auf diese Gefahren  vorbereitet und haben:

  • wenig Kleidung an
  • schnell trocknende Kleidung an
  • Ersatzkleidung wasserdicht verpackt dabei.

Natürlich hat das spontane und unüberlegte Handeln auch seinen Spaß und Reiz. Wenn sich Gegner und Feind gegenüberstehen, bedarf es nicht viel um das  Fass zum Überlaufen zu bringen. So auch auf dem Kocher. Ein unbedarfter  Paddelschlag mit viel Spritzwasser sorgt beim Gegenüber mal schnell zu  Überreaktionen und man befindet sich mitten in einer kleinen  Seeschlacht. Hier wird das Miteinander so richtig gefördert, da kommt es  auf jeden Mann an und alle sollten das gleiche Ziel haben. Da spielt es  keine Rolle, ob man Lehrer oder Schüler ist. Das andere Boot muss sinken!
Meistens  kentern beide Kanus, aber auch dann braucht es wieder das Miteinander  und gegenseitige Hilfestellung, um die mit Wasser gefüllten Kanadier  wieder seetauglich zu bekommen. Wenn fast alle Kanus unter Wasser waren, weiß man „das ist eine starke Klassengemeinschaft“.

In Ödheim  angekommen, Kanus auf den Hänger und endlich die nassen Sachen aus, ging  es dann mit dem Bus wieder zurück, dahin wo der Tag begann. Die so gewonnenen Erfahrungen konnten im Anschluss bei Wurstbrötchen und Cola am schuleigenen Doppelgrill ausgetauscht werden.

Alle beteiligten hatten Spaß (die einen mehr die andern weniger) und beurteilten die Aktion mit sehr gelungen.

Großer Dank  geht an die Schulleitung, welche diesen Tag unterstützt hat, die  beteiligten Lehrer, welche sich bereit erklärten auch bei trübem Wetter  dabei zu sein. Ebenso geht Dank an das Grill-Vorbereitungsteam, welches  Zeitnah den Grill anwarf und das Ambiente gestaltete. Und natürlich auch an den Kollegen Herrn Thomas Braun, der für die Vorbereitung zuständig war.

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