Am Dienstag, 18. September, wurde im Rahmen einer Verkehrserziehung der Jugendverkehrsschule – im Beisein unseres Schulleiters Karl-Heinz Hahn -  die Ampelanlage an der Neckarsulmer Astrid-Lindgren-Schule feierlich übergeben. Die beiden inzwischen ehemaligen Schüler Kevin Kudzus und Klaus Trefz, die federführend dieses Projekt planten und auch realisierten, investierten seit Sommer 2009 über 400 Stunden freiwilligen Arbeitseinsatz. Unterstützt wurden die beiden in dieser Zeit von ihrem Lehrer Thomas Braun.

Die Aufgabe und letztlich auch die Schwierigkeit bestand darin, aus vier einzelnen Baustellenampeln eine Kreuzungsampelanlage mit Fußgängerlichtsignale herzustellen. Die besondere Herausforderung war die Bedingung,  die Steuersignale per Funk zu übertragen.
Im ersten Schritt wurden an die bestehenden Ampeln Halterungen zur Aufnahme der Fußgängerlichtsignale angebracht. Anschließend wurden neue Leitungen innerhalb jeder Ampel bis zum Ampelunterbau (Wagen) eingezogen. Jeder Ampelwagen erhielt eine eigeneSpannungsversorgung (Starterbatterie 12 V) und eine Relaiskarte. Zusätzlich wurde noch jede Ampel mit einer Antenne ausgestattet. Kollege Bernd Lustig fertigte mit seinen Schülern der 1BFM  Metallstützen für die Transportstellung der Ampeln an.

Im zweiten Schritt wurde eine speicherprogrammierbare Steuerung in einem tragbaren Koffer eingebaut, verdrahtet und der Programmablauf erstellt.Beim ersten Funktionstest zeigte sich jedoch, dass die Funkübertragung der einzelnen Signalfolge nicht synchron verlief. Schließlich würde in der Praxis eine Fehlsteuerung der einzelnen Lichtfarben eine hohe Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer bedeuten.Matthias Walter – Fachleiter der Elektroabteilung – konnte den Fehler analysieren. Er rüstete die Relaiskarten mit von ihm programmierten Mikroprozessoren aus. Dadurch gelang eine fehlerfreie Übertragung der Signalfolge.Mit dieser neuen Ampelanlage kann die Jugendverkehrsschule nun unter realistischen Bedingungen ihre Verkehrserziehung mit Kindern durchführen.

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